Neoliberalismus – Der Anfang vom Ende

Verfasser Éctor de Azevedo

Was ist der Neoliberalismus? Blitzschnell antworteten wir: „die vorherrschende Wirtschaftsordnung, der Turbokapitalismus, Hochfinanz, Großkonzerne, Eliten, etc.“ Und natürlich ist das zum Teil wahr, doch wird es dem abstrakten Konstrukt, namens Neoliberalismus nur unzureichend gerecht. Was meine ich damit? Der Krieg des Neoliberalismus wird nicht in der äußeren Welt gefochten, sondern im Innern eines jeden Individuums. Er kämpft um dein Selbst und wir schauen in die äußere Welt und echauffieren uns bei all zu viel Ungerechtigkeit. Hier springen unsere moralischen Sensoren an und entlarven einen Feind, dabei erkennen wir lediglich die Spitze des Eisbergs.

Der Neoliberalismus ist weitestgehend unsichtbar. Die Nutznießer haben inzwischen gelernt die Herde in den Schlaf zu wiegen und so schlafen wir dahin. Einige wachgewordene Schafe schrecken auf und eilen einem Phantom hinterher – Bilderberg und all die anderen Lobbyvereine der Eliten. Wir sehen Konzerne, Großkapital, Rettungspolitik und jede Menge Krisen, die als Grundlage für tiefgreifende Veränderungen ausgenutzt werden.

Der Neoliberalismus ist aber viel mehr als nur eine Wirtschaftsordnung, er hat mehr mit Magie des Täuschens zu tun. Jeder guter Magier lenkt das Publikum vom eigentlichen Geschehen ab, damit die Täuschung funktionieren kann. Wie in Matrix ist der Neoliberalismus die Software, das Programm, das geschaffen wurde um den eigentlichen Zweck der Menschheit verdeckt zu halten. Auch wir erarbeiten durch unsere Arbeit die Gewinne für die Nutznießer des Neoliberalismus. Man könnte uns gut mit einer 1,5 Volt Batterie aus Matrix vergleichen.

Jetzt sollten wir uns die Frage stellen, warum machen wir das eigentlich? Und genau hier setzt der Neoliberalismus an. Der vergiftete Stachel steckt tief in unserem Fleisch und gibt seine Dosis kaum merklich an uns ab. Das Gift hat unsere Wahrnehmung auf uns selbst, auf unsere Mitmenschen, Mitwesen sowie unseren Planeten, sowie unser natürliches Empfinden getrübt. Wir tun so, als müssten wir alle gegeneinander kämpfen und genau das ist die Droge, das Gift des Neoliberalismus. „Die Vereinzelung“, „express yourself“, „geiz ist geil“, etc… Am Besten wir alle sind drogenabhängige, dummbratzige Singles in Einmachgläsern, die nach 80 Stunden Arbeit nur noch ekstatisch konsumieren können!!! Darauf läuft es hinaus!

Doch wie kommen wir aus der Nummer heraus? Im Grunde genau mit dem Gegenteil – uns vernetzen, uns gegenseitig unterstützen, zusammentun, Gemeinden bilden, füreinander da sein und langsam den Stachel wieder herausziehen. Wieder ein Gefühl für sich selbst, unsere Mitmenschen, Mitwesen, der Umgebung zu gewinnen. Denn eines ist sonnenklar, gemeinsam sind wir stark und nicht besiegbar…;-)).