Flucht! Ursachen!

Verfasser Éctor de Azevedo

Warum flüchten Menschen?

Wovor flüchten Menschen? Was bewegt Menschen, das sie ihre Heimat verlassen? Diese Fragen werden meines Erachtens zu wenig beleuchtet. Was man liest und hört, ist, Flüchtlingen muss geholfen werden! Und das ist zunächst auch richtig! Doch was sind die Ursachen von Flucht?

Fluchtursachen

Lassen Sie uns die Dinge ins rechte Licht rücken. Zu jeder Flucht gehören die Fluchtursachen. Und was könnten die Ursachen sein, wenn man weiß, das die Menschen aus Libyen, Syrien, Afghanistan und dem Irak stammen. Was diese Länder miteinander vereint, ist, das diese seit mehreren Jahren, sogar Jahrzehnten im Krieg sind. Aber nicht untereinander, nein, sondern gegen die westliche Wertegemeinschaft. Der Westen führt den sog. Krieg gegen den Terror, der seit dem 11.09.2001 seine moralische Berechtigung gefunden hat, als am besagtem Tag die Gebäude WTC 1, 2 und 7 auf Grund eines Terroranschlags eingestürzt waren. Der Terroranschlag war der finale Schlussstein, für den seit Anfang der 90er Jahre hochstilisierten „Clash of Culture“, wobei der Kampf der Kulturen, den kalten Krieg abgelöst hatte.

Welch göttliche Fügung!

George Orwell hätte seine Freude daran gehabt, doch so genial George Orwell auch war, so genial wie die Denkschmieden, der westlichen Wertegemeinschaft, die es schaffte einen unsichtbaren Feind zu kreieren, war er nicht. Bei Orwell war es Eurasien, also der vermeintliche Osten, mit dem Krieg geführt wurde. Doch jetzt haben wir gar keinen feindlichen Staat mehr, sondern Terroristen, egal woher sie herkommen. Am 11.09.2001 kam die Mehrzahl der Terroristen aus Saudiarabien, doch angegriffen wurde Afghanistan. Ist das logisch? Ach ja, Saudiarabien ist ein wichtiger Verbündeter der westlichen Wertegemeinschaft!

In Libyen existierten große Flüchtlingsunterkünfte. In ihnen verweilten Millionen Menschen, darauf wartend, was das Schicksal für sie bereithielt. Einige reisten in andere Länder, andere reisten wieder zurück in ihre Heimat und einigen blieben in der Region. Die Lager wurden unter anderem von der UNO unterstützt, doch wie ist zu erklären, das die UNO Unterstützung auf die Hälfte gekürzt wurden. Von jetzt auf gleich! Es war jedem bewusst, das die ganze Logistik, die Menschen nach Europa zu schleppen, sie unterzubringen, zu integrieren, zu versorgen ungefähr um den Faktor 30 teurer sein wird, als sie in den Flüchtlingsunterkünften in Libyen weiter zu versorgen.

Die Wanderung nach Europa ist gefährlich und beschwerlich, das sie von älteren, oder zu jungen Menschen kaum geschaffen werden kann. Man spricht auch nicht mehr von Flucht, da vor keiner kriegerischen Aggression geflüchtet werden muss. Wir reden von Einwanderern und nicht von Flüchtlingen. Begrifflichkeiten sind zu klären. „Wenn die Begriffe nicht stimmen, ist das Gesagte nicht das Gemeinte.“ Also was ist gemeint?

Im Dublinabkommen wird die Einreise von Asylbewerbern klar geregelt. Hier ist vorgesehen, das im ersten EU Land, in der ein Asylbewerber in die EU einreisen möchte, über den weiteren Verbleib in der EU entschieden wird. Das sind Gesetze, die sich die EU nicht umsonst gegeben hatte. Und jetzt werden alle, die auf den Rechtsstaat bauen moralisch abgewatscht, so als wären sie asoziales rechtes Pack.

Es geht nicht darum die Augen zu verschließen, sondern darum, das Menschen, egal woher sie kommen nicht als Spielbälle geopolitischer Interessen ausgenutzt und umhergeschubst werden sollen. Und genau hier sollte genau geguckt werden. Warum ist Krieg in diesen Regionen? Was sind die geopolitischen Interessen der westlichen Wertegemeinschaft? Vielleicht geht es um die Sicherung von Rohstoffen? Vielleicht geht es um die Destabilisierung vom Nahen Osten und Europa? Denkt mal darüber nach. Die Hochfinanz der westlichen Wertegemeinschaft ist am Ende! Was braucht es, das zu kaschieren? Was wurde in der Vergangenheit unternommen, das zu kaschieren? Krisen, Kriege!!!

Möchte ein Syrer, oder Libanese, oder ein Afghane seine Heimat verlassen, wenn es auch anders ginge? Die meisten Menschen sind mit Ihrer Heimat verwurzelt und wollen in diesem sozialen Netz, von Familie, Verwandte, Freunde, und gleicher Volkszugehörigkeit ihr Leben bestreiten, weil es Sicherheit und Identität bedeutet. Viele Menschen kehren nach jahrelangen Reisen durch die Weltgeschichte in ihre Heimat zurück. Warum ist das wohl so? Und ein kleiner Teil möchte in anderen Ländern bleiben, und das ist auch okay. Solange es eigenmotiviert ist und nicht auf Grund von kriegerischen Umständen aufgezwungen wurde.

Natürlich flüchten Menschen aus Kriegsgebieten! Doch dann hört endlich auf Krieg zu führen. Baut die Länder wieder auf, bildet Kooperationen und lasst die Menschen überall in Frieden leben. Für wen soll dieser Krieg gut sein? Wir glauben euch schon lange nicht mehr, das ihr Demokratie exportiert. Das Einzige, das die westliche Wertegemeinschaft seit Jahrhunderten exportiert, ist Staatsterror, angefangen von der Kolonisierung bis zum Aufdrücken westlicher Werte, wie Plutokratie, Oligarchie, Finanzdiktatur, etc.

Hört damit endlich auf! Könnt Ihr euch nicht vorstellen, wer ihr seit, wenn ihr keine Drohkulisse aufbaut, wenn ihr keinen Krieg führt. Ängstigt Frieden euch so sehr, weil ihr einen Machtverlust erleidet. Wir geben euch jede Menge Geld, wenn ihr damit aufhört, wir bezahlen euch, wenn ihr endlich das Morden lasst, wenn ihr euch zurückzieht auf eure Inseln. Ihr wollt ein Geschäft machen, dann schlagt ein und verzieht euch!!! Ihr erhaltet Adelstitel, werdet zu Menschen besonderer Klasse ernannt, aber geht aus unserem Kreis und lasst uns in Ruhe.

Wir wollen in Frieden mit allen Menschen auf der Erde leben, wir ersehen es als Vielfalt an, wenn Kulturen sich in Ihrer Region entwickeln können, denn so erhalten wir vielfältige Modelle für soziale, wirtschaftliche, und gesellschaftliche Modelle des Miteinander. Wir wollen keinen neoliberialistischen Einheitsbrei von „share holder value“ und Arbeitsdrohne, privater Geldschöpfung, internationalem Währungsfond, round table, etc. und all die anderen Lobbyvereinen, die euch dienen. Irgendwann ist Schluss, und der Schluss ist erreicht!

Tretet endlich von der Weltenbühne ab!

Die verpreiste Welt!

Verfasser Éctor de Azevedo

Liest man Wirtschaftsnachrichten, hört, oder sieht diese im Fernsehen, so erhält man den Eindruck, das die Welt komplett verpreist wurde und nur noch wenige Gebiete existieren für die andere Maßstäbe gelten. Man gönnt sich Naturschutzgebiete, Weltkulturerbe, aber nur so lange, bis diese ausgeschlachtet werden müssen, weil die Ressource der Zukunft dort gefunden wurde. Wasser, Grundlage allen Lebens auf der Erde, wird langsam, aber bestimmt zum börsennotierter Wert gewandelt. Große Kartelle, wie Nestle, etc., kaufen Quellen in der ganzen Welt und sorgen dafür, das in Gebieten mit sowieso wenig Wasser, dieses zur Mangelware wird. Moralisch zutiefst verwerflich! Warum gibt es keine Instanzen, die solches Handeln verbietet!

Die Wirtschaftseliten reden von Globalisierung, reden davon, das nur so ein gewisser Wohlstand erreicht werden würde und alle Politik der westlichen Länder mantraieren dieses.

Doch für was steht Globalisierung?

1. Die Privatisierung aller materiellen Güter. Alles wird privatisiert, internationalisiert und mit Gewinn verkauft. Alles ist Ware; alles hat seinen Preis; alles kann gekauft und verkauft werden!
2. Arbeiter sind nur Kostenfaktoren und stets austauschbare Ressource. Die Kontrolle über alle natürlichen Ressourcen, die Energie- und Trinkwasserversorgung, die globale Währung sowie über genmanipulierte Nahrung ist unabdingbare Voraussetzung für die Herrschaft der weltweiten Kartelle.
3. Keine Regierung kann den freien Verkehr von Kapital oder die Rückführung von Gewinnen verhindern. Die Nationen müssen in eine wechselseitige Abhängigkeit gebracht werden, so dass sie nicht länger unabhängig voneinander existieren können.
4. Staaten, die sich dem widersetzen, sind „Schurkenstaaten”. Opponenten dieser Globalisierung müssen zerstört werden.

Die Menschen wollen keine Globalisierung, da sie durch sie nur Verschlechterung erleben. Sie wollen regionale Verbesserung, weil der Mensch, als Sippenwesen regional funktioniert. Von kleinster Einheit, Familie, zu Freunden, zu Viertel, zu Dorf, Stadtteil, Stadt. Wir empfinden zum gleichen Sprachgebiet eine gewisse Zugehörigkeit. Natürlich empfinden wir Mitgefühl zu Menschen anderer Länder und trotzdem empfinden wir mehr Mitgefühl zu Menschen gleicher Volkszugehörigkeit, doch das ist niemals Böse gemeint! Es geht nicht um Ausgrenzung, sondern um Identität!

Wenn wir in die Natur schauen, was an sich bereits eine komische Aussage ist, weil wir ja auch nichts anderes sind, als Natur, so erkennen wir, das Vielfalt Balance herstellt, und es lässt sich sagen, je vielfältiger ein System ist, desto besser stellt sich die Balance ein. Wir erkennen es an Monokulturen der industriellen Landwirtschaft. Alles leidet darunter – von den Früchten, über Fauna und Flora. Die Landwirtschaft wusste sich in vergangenen Jahrhunderten zu helfen. Es wurden immer wieder andere Früchte angebaut, oder Felder durften Ruhen, damit die Böden nicht einseitig auslaugten. Das überhöhte Düngen ist Folge der Monokultisierung und Ausbeutung der Böden. Dahinter steckt ein entseeltes Wirtschaftsverständnis, das als höchstes Gut den „share holder value“ inne hat und nicht den vernunftbegabten natürlichen Menschen, oder die Wesenheit unserer Erde.

Was ist die Vielfalt Europas? Es sind die verschiedenen Kulturen mit Ihren verschiedenen Geschwindigkeiten, Wirtschaften, Bräuchen, Sprach- und Denkgewohnheiten. Sprache ist denken. Wandere über eine Bergkette und du erlebst eine Zeitreise von Metropole bis zu mittelalterlichen Bergdorf ohne Strom und Sielanschluß. Da wird Philosophie und Spiritualität als Newage Cocktail konsumiert und dort wird Einheit mit der Natur gelebt. Menschen wollen in Frieden und in Ruhe leben. Kriege wurden schon immer von Eliten geführt. Man könnte uns attestieren, das wir in der Vergangenheit sehr leichtgläubig waren und unseren Eliten in den Tot gefolgt sind. Doch das wird uns heute in Europa nicht mehr so leicht passieren!

Es gilt aufzuwachen und zu erkennen, das wir seit langem einen falschen Weg eingeschlagen haben. Also lass uns endlich einen richtigen einschlagen!

Unsatz des Monats: „und wie soll das finanziert werden!“ Psst, Vorsicht, Menschen mit wenig bis kein Vorstellungsvermögen.

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