Kunst auf Abwegen!

warum klärt Kunst nicht auf?

von hector haller

Mein letzter Theaterbesuch liegt schon einige Jahre zurück – die Physiker, von Dürrenmatt, glaub ich. Es handelt von der Verantwortung von Wissenschaft über das zu erforschende wissenschaftliche Gut – denn Wissenschaft kann missbraucht werden, haben wir gelernt – was sind wir naiv!!!

Aber was solls, wir kommen aus dem Land, das Kindheit heißt und wissen nicht mal, das wir nicht wissen! Und das ist natürlich auch okay – und wer wirklich wissen wollte und die Augen stets offen hält, dem werden sie irgendwann übergehen. Wahrheit wird geschickt hinter Lügen versteckt, doch hat man die Kniffe, der Lügen einigermaßen verstanden, so erkennt man die Bemühung und darf Wahrheit kosten – meist zwischen den Zeilen und sehr bitter!

Kunst war stets daran interessiert jegliches Lügengebäude zu Fall zu bringen.

Es war ihr innerster Wunsch, Menschen mündig werden zu lassen, damit Umstände sich verbesserten. So erkennen wir es aus Friedrichs Schillers Aussagen, das der Wunsch nach Verbesserung der Lebensumstände vieler, ein hehres Ziel war, oder sein sollte.

Doch was zeigt Kunst, was zeigt uns z.B. das Theater? Es zeigt Verrohung und zunächst hudilgte man den Mut zu solch klarer Kunde, doch nicht etwa als Folge falsch verstandener Ansichten, sondern weil es wohl so ist. Das Verrohung gewollt passiert, z.B., weil Herrschaft Verrohung benutzt, um rigidere Systeme aufzulegen, vermisst man gänzlich. Es wird so getan, als ob der Mensch so sei, wie Theater ihn zeigte. Doch wie kurz gedacht – und welch gewollte Fehlleistung.

Der Mensch ist des Menschen Wolf, oder sowas?

Es wird so getan, als ob Mensch die Umstände prägt und nicht die Umstände den Menschen. Theater zeigt hohle, kackende, gackernde Zombies, die wie absolute Hirnies, nach pornografischen Ergüssen wetteifern. Oh, wie kunstvoll. Es gibt keine Tabus mehr, weil Walking Dead und Co. diese schon lange gebrochen haben. Theater wird zur Marter und das scheint schon ein Qualitätsmerkmal zu sein.

Der Besuch des Theaters soll möglichst schmerzen verursachen. Das Buh, weil schlecht einfach schlecht bleibt, wird als Bestätigung, wider des besseren Wissen, für den richtigen Umgang des Themas abgetan. Applaus, oder Zustimmung anderer Natur, wird als Anbiedern, als arschleckendes Publikum, verpönt.

Jeder erhält das Theater, das er verdient!

Man sollte die Theaterregisseure verdreschen, oder zumindest vom Hof jagen, wenn solch abgestandenes Wasser zum Besten gegeben wird. Kackende, pissende, onarnierende Menschen sind doch nicht interessant, sondern eher die dahinterliegenden Prozesse, die es in einer Generation geschafft haben, solch Übel im Menschen zu wecken. Das braucht Vorbereitung!

Walking Dead braucht Evolution, an dessen Ende es egal ist, wer wen tötet, wenn bloss der Gute den Bösen tötet und wer die Bösen sind, wird an der Börse gehandelt.

Wir brauchen die moralische Legitimation zum Mord, der Rest geht von selbst. Und wenn wir zu den Guten gehören, ja, dann ist doch alles in Butter. Schuldig im Sinne der Anklage sind dann meist die anderen, die jenseits der westlichen Wertgemeinschaft, ihr Überleben leben.

Menschen, die im falschen Land geboren wurden, sind, na ja, dann doch irgendwie Terroristen und können ohne Gerichtsverhandlung, bloß aus Verdachtsmomenten algorithmisiert werden, was so viel bedeutet, das Sie demnächst zum Opfer fallen werden, wenn sie über die Straße gehen, um Gemüse einzukaufen, oder ihr Kind zur Schule bringen.

Es müsste doch so langsam auffallen, das immer nur die kleinen Fische gefangen werden – und das war schon immer so! Selbst nach dem zweiten Weltkrieg wurden die obersten Obernazis von Herrschaft in entsprechende Ämter assimiliert. Man benötigte eine funktionierende Kommandostruktur und wenn die oberen Nazis etwas konnten, dann gehorchen und funktionieren. Der Fisch stinkt immer vom Kopf an. So heißt ein Spruch, den wohl jeder kennt. Bedeutet, wenn man den Gestank wirklich loswerden wollte, der Kopf zu entfernen ist.

Wir brauchen neue Köpfe, um auch ein neues Denken zu etablieren und genau dieses neue Denken, sollte Kunst darstellen und nicht Ausscheidungen einer geschändeten Leiche.

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