kosmische Feuer

der Mensch, als kosmischer Anthropos

von hector haller

Gemeint bist Du! Genau Du – der diese Zeile liest. Wie kamst Du dazu lesen zu lernen und diese Zeilen überhaupt verstehen zu können? Entschuldige diese vermeintlich banale Frage, doch möchte ich Dich genau an dieser Stelle abholen. Wissenschaft will uns doch tatsächlich weiß machen, das wir zufällige Wesen sein sollen, die sich irgendwie bis heute entwickelt haben. Ein zufälliger Staubkorn im zufälligen Universum.

Aller Anfang soll der Big Bang gewesen sein – eine gigantische Explosion, die das gesamte Universum aufgespannt hat. Alles in Ihm Enthaltene wurde in die Tiefen des, ja was eigentlich genau, geschleudert. War der Raum etwa schon da? Oder breitete sich der Raum durch die Explosion aus. Das Megaereignis soll durch die Quantenfluktuation entstanden sein. Quanten sollen einer Fluktuation unterstehen, in dem sie aus dem Nichts auftauchen und wieder im Nichts verschwinden. Wir sagen Nichts, weil wir nicht wissen wohin, es entzieht sich jeglicher Messung. Also wissen wir nichts, muten uns aber an, wilde Theorien darüber zu entwickeln.

Das eine Mal muss zufällig aus der Fluktuation etwas anderes geworden sein, in dem die Quanten nicht wieder verschwanden, sondern ein gesamtes Universum ausgossen. in Echt? Aus all den Teilchen bildeten sich Galaxie, Sonnen, Planeten, usw, und auch unsere Erde.

Dann war Ursuppe – eine toxische Umgebung, in der heutiges Leben sofort sterben würde, und genau aus dieser toxischen Umgebung, soll aus anorganischer Substanz, unter Zufügung von Energie – gewaltige Gewitterstürme, so sagt man, erste Organismen entstanden sein. Der Organismus muss sich von jetzt auf gleich so entwickelt haben, das er sich reproduzieren konnte und das in einem toxischen Milieu. Das erste Lebewesen muss so etwas wie eine Superzelle gewesen sein – eine Urkeimzelle, aus der alle Anderen folgen konnten. Dieses Modell wird verständlich gemacht, in dem der Entstehung viel Zeit eingeräumt wird. 1 Mrd. Jahre, oder mehr soll das Ganze gedauert haben. Was soll man da entgegensetzen. Wir leben vielleicht 70-100 Jahre, so dass uns das Verständnis dafür, was 1 Mrd. Jahre bedeuten und bewirken können, fehlt. Doch ist die bloße Annahme, das viel Zeit vorhanden ist überhaupt eine Erklärung?

Hierzu ein kleines Gedankenmodell. Wenn Du 1 Mrd. Jahre lang Wecker gegen Wände wirfst, was glaubst Du, wie oft die Wecker, sich aus den auseinanderstobenden Teilen von Selbst wieder vollkommen zusammensetzen, wenn wir davon ausgehen, das du alle 10 Sekunden einen Wecker gegen die Wand wirfst – dann sind das 6 pro Minute, 360 pro Stunden, 8.640 am Tag, 3.153.600 im Jahr und das dann mal 1 Mrd. Das sind eine Menge Wecker und viel Weckerschrott. Die Wahrscheinlichkeit für eine zufällige Entwicklung, liegt bei 1 zu 10 hoch 40.000. Das ist einfach nur verrückt, das diese These überhaupt noch vertreten wird.

Die Evolutionstheorie der Arten geht davon aus, das Leben im Wasser entstand – in der vermeintlichen Ursuppe und durch Mutation und Selektion an Land kam. Auch hier wird der Entwicklung viel Zeit eingeräumt, denn anders kann das nicht erklärt werden. Leider ist es so, das ein Wesen im Wasser, mit seiner Anpassung ans Wasser, mit Kiemen keine Möglichkeit hat länger als 2 Minuten an Land zu kommen. Das hieße, das erste mutierte Hybridwesen muss demnach beides gehabt haben. Kiemen und Lungen, Flossen und Beine, Metabolismus von Wasser- und Landtieren, und, und, und. Es muss sich an Land genauso geschickt bewegt haben, wie im Wasser, ansonsten wäre es leichte Beute gewesen. Am Anfang kein Problem, da es ja noch keine Landtiere gab. Das Wesen mutet aber komisch in der Vorstellung. Eine behäbige Masse, die sich an Land rollte, nach Luft japste und sich natürlich fragen mußte, was will ich hier eigentlich – hier gibt es nichts für mich!

Was ist die Motivation eines Wassertieres an Land zu kommen, wenn es an Land noch keine Nahrung gibt und die Umgebung tödlich ist, oder war der Entschluss des Wassertieres für zukünftige Beute an Land zu sorgen, so nach dem Motto, ich opfere mich selbst, für das Fortbestehen des Lebens an sich. Absurd!

Dieser Zufallsglaube ist im hohen Maße destruktiv, da er so beliebig daherkommt, so als hätte alles keine Bedeutung, weil ja alles dem Zufall, der Mutation, der Selektion unterstellt ist. Alles Lebendige kann nicht aus Zufall entstanden sein, dafür sind die Dinge einfach zu komplex. Nehmen wir die Entwicklung des Spechtes als Beispiel. Der Specht ist ein Vogel, der wie kein anderer auf Baumstämme einhämmern kann. Dies kann er, weil seine Zunge einmal um sein Gehirn gewickelt ist und durch die Nase verläuft. Jetzt erklär mir bitte, wie das durch Mutation entstanden sein soll – und wieviele Spechte mussten Tod geboren werden, bis das funktioniert hat. Außerdem hat er eine durchsichtige Schutzmembran vor seinen Augen, die er wie eine Schutzbrille ausklappen kann, sodass er immer genau sehen kann wohin er drischt. Der erste Specht muss genau so auf die Welt gekommen sein, ansonsten läge er blind am Boden mit jede Menge Splittern in seinen blutigen Augen und einer gehörigen Gehirnerschütterung.

Die darwinsche Evolutionstheorie mit seinem Axiom, des Recht des Stärkeren, das sogenannte „survives of the fittes,“ wird einfach auf alles übertragen, wo es nützlich erscheint, ohne einen tieferen Sinn den Dingen zu attestieren. Was ist der Mensch, wo kommt er her, was soll er, und was soll er auf jedenfall nicht. Alles Fragen, die nicht beantwortet werden, weil die Antwort ein sofortiges Umdenken nach sich zöge!

Der Mensch ist gemeint! Er ist nicht das Produkt eines Zufalls, sondern entspringt einer höheren Ordnung, der wir uns langsam anzunähern vermögen. Der Mensch, ein kosmisches Wesen, in der Alllebendigkeit. Leben entsteht durch Leben und kann nicht durch etwas Totes entstehen. Wir blicken in die Nacht und blicken in die Alllebendigkeit. Gestern war ich Zeuge einer kompletten Mondfinsternis. Der Mond im Erdschatten bewegte sich als rote Kugel am Himmel. Die Menschen waren, obwohl sie allmögliche logischen Erklärungen dafür hatten, auf emotionale Weise angerührt, so als ob sie auf längst Vergessenes blickten. Der Mond, als Teil eines Großorganismus, den wir Sonnensystem nennen.

Der Mensch ist nicht Produkt eines Zufalls. Seit tausenden von Jahren wird dem Menschen übel mitgespielt, in dem er als schuldig im Sinne einer göttlichen Anklage angesehen wird. Der kleine zufällige Mensch, als Sünder in einem toten und grausamen Universum. Natürlich kann er Erlösung finden, aber nur dann, wenn er der richtigen Religion angehört, was alle Religionen von sich behaupten. Das ist wahre Hybris. Dieses Denken macht den Menschen erst klein und unmündig und unfähig seinen Platz in der Alllebendigkeit zu finden, der sehr wenig, oder treffender ausgedrückt, nichts mit Aberglauben zu tun hat. Der kosmische Anthropos ist Feuer auf Wegen kalter Galaxien, mündig das gesamte Universum zu erfassen – in ihm aufzugehen, um als das zu Wirken, was er wirklich ist…

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