Narrativ – oben ist unten

Das Märchen vom Wolf und den bösen Geißlein!

von hector haller

Es war einmal… So beginnen viele Märchen, die den Leser in eine vermeintlich vergangene und bessere Zeit zurückholen sollen – in eine Zeit, wo Herrscher meist Könige waren und das Volk aus Untertanen bestand – Könige natürlich weise waren, so wie man romantisiert an einen weisen Herrscher denkt, der nach besten Wissen, und gemeint ist viel Wissen, und Gewissen handelt und regiert – wo gut und böse leicht zu erkennen war und böse Wölfe sich an den Geißlein vergingen.

Doch wie ist es heute?

Heute sollte man sich eher vor den Schafen im Wolfskostüm schützen, da man auf Pflanzerfresser hoffte und zu guter letzt doch von bösen Geißlein zerfleischt wird!

Der Mensch will glauben, das alles gut wird, um ein gewisses Maß an innerer Ruhe zu erhalten, die wichtig ist, um ein Leben als Gesellschaft stabil führen zu können. Wird diese Ruhe von Aussen, z.B. durch Kriege, oder von Innen, durch Verarmung, oder bürgerkriegsähnlichen Zuständen gestört, zerbricht der Zusammenhalt einer Gesellschaft und egoistischere Züge, die politisch instrumentalisiert werden können, gewinnen die Oberhand.

So bedurfte die NSDAP einer Evolution, die sie möglich gemacht hat.

In diesem Zusammenhang besticht ein Zitat von Friedrich Schiller, das wohl niemals an Aktualität verlieren wird.

„Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muß warm wohnen, und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll.“

Der Mensch ist des Menschen Wolf, wenn er dazu gemacht wird. Es sind die Umstände, die den Menschen prägen und nicht umgekehrt. Eine Erkenntnis, dessen Wahrheit bis tief in die Biologie reicht. Das Milieu entscheidet über Krank, oder Gesund, oder präziser ausgedrückt, ob Balance besteht, oder nicht besteht.

Auch eine Gesellschaft braucht für die innere Balance das entsprechende Milieu, und wollte man Gesellschaft stören, so schraubte man genau an diesem Schräubchen.

Und genau das passiert zur Zeit.

Das Milieu wird immer mehr vergiftet und das in mannigfacher Weise. Krisen über Krisen, wo man nur hinschaut! Alleine schon die Unterteilung von erster bis dritter Welt, zeigt das Ungleichgewicht auf, das ständig trennend wirkt. Wie können wir zulassen, das ein großer Teil der Menschen ums Überleben kämpfen muss, was eindeutig aufzeigt, inwieweit das gesamte System aus den Fugen geraten ist. Und hier ist zwingend die Frage zu stellen, warum ist das so? Warum spaltet sich die Welt in Reich und Arm? Und wie kann es sein, obwohl alle es wissen, warum dagegen nichts getan wird.

Hier müssen wir genauer hinschauen, was das eigentlich trennende ist.

Es ist die Art und Weise wie Wirtschaft und Finanz von den meisten Menschen geglaubt wird.

Dabei hilft uns die Sicht Darwins und die Evolutionstheorie. Darwin wusste es nicht besser und bekundete seine Evolutionstheorie – er beobachtete Finken auf den Galapagosinseln und erkannte, das diese sich zu heimischen Finken unterschieden. So hatte der Galapagosfink einen stärkeren Schnabel, da dieser auf andere Nahrung spezialisiert war, als Finken in Europa. Et voila, die Evolutionstheorie. Tiere passen sich demnach gewissen äußeren Umständen an. Hier sind es also auch die äusseren Umstände, die prägend wirken.

Er postulierte, das sich in den Jahrmillionen an Jahren der Entwicklung der Tiere immer die stärksten ihrer Art durchsetzten. Er nannte es, „Survives of the Fittes“ und dieses „Survives of the Fittes“, wurde auf Gesellschaft, Politik, Finanz und Wirtschaft übertragen. So erkennen wir es überall. Jeder kleinere, oder größere Verbund, von was auch immer, strebt danach stärker, als alle Anderen zu werden. Die NATO kann hier gut und gerne als Beispiel herangezogen werden. Ein Verteidigungsbündnis, das seit über 60 Jahren in Kriegseinsätzen steckt. Wer Krieg führen will braucht Feinde und wenn diese das Spielfeld verlassen, so kreiert man eben eigene.

Doch wie verkaufen heutige Herrscher das dem Volk? Hm?

Sie brauchen dafür auf jedenfall die Deutungshoheit. Am besten Ihnen gehören der größte Teil der Medien. Und siehe da, so ist es auch. So gehören die Medien, gemeint sind Printmedien und TV eine Handvoll von Familien, die man zu den „Fittes“ zählen kann. Sie propagieren eine Welt in ihrem Sinne. Hier ist das Narrativ geprägt vom absolutem Eigennutz. Glauben Sie mir, das wird jetzt keine Neiddebatte, sondern lediglich eine kühle Analyse von Umständen, die überwunden gehören, wenn wir die Erde und alles auf ihr nicht vernichten wollen.

Sie denken das ist zu drastisch?

Schauen Sie mal rechts und links an Aussagen vorbei, wie, …“uns in Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude.“ O-Ton, Angela Merkel.

Gerade in Deutschland haben wir seit der SPD/Grünen Regierung, den größten Niedriglohnsektor Europas geschaffen und immer mehr Sozialstaat abgebaut. Deutschland hat sich im Ausland an völkerrechtswidrigen Kriegen beteiligt, was in Anbetracht der Aussage Willy Brandts, „von Deutschland soll nie wieder Krieg ausgehen“, ein Rückschritt bedeutet und Grünen Politiker sich nicht zu schade sind, ihre eigene Herkunft, die der Friedensbewegung, zu verraten. Auch in der Politik wird das Credo „Survives of the Fittes“ über alles andere gestellt und zunächst am eigenen Machterhalt gearbeitet.

Das Leben als Politiker ist lukrativ – so verdienen Bundestagsabgeordnete, je nach Amt und länge der Zugehörigkeit, ungefähr das 8 – 20 Fache einer Kassiererin, oder Kassierers. Natürlich muss er dafür seine Seele, seine Würde und sein Gewissen dem Fraktionszwang opfern – das ist natürlich keine leichte Aufgabe – auch muss den meisten Politikern das Rückgrat entfernt werden, weil Arschkriechen sonst sehr schmerzhaft sein kann. Das muss man teuer einkaufen – doch wer damit kein Problem hat, hat ausgesorgt.

Man sieht immer mehr Menschen in Städten, die mit Taschenlampen in Mülltonnen leuchten, um Plastikpfandflaschen zu erhaschen, um ein paar Cent mehr für den Tag zu haben. Und jeder der spürt, das seine eigene wirtschaftliche Lage an einem dünnen Faden hängt, wird ebenfalls alles dafür tun, oder eben nicht tun, das er nicht in die selbe missliche Lage rutscht, auch wenn dies bedeutet, eigene Grundsätze über Bord zu werfen. So wird Gesellschaft langsam ausgehöhlt, in dem mit Ängsten gearbeitet wird, was in eine Schweigespirale münden kann, die wiederum dunkelstes hervorbringt.

Wir opfern unsere Welt dem „Shareholder Value“, weil aller Anfang, ein auf falschem Fundament stehendes Wirtschafts- und Finanzverständnis ist. Aller Anfang unseres Geldes ist Schuld.

Die Natur kennt keine Schulden, weil mit Schulden keine Natur entstehen kann. Natur zahlt immer ein – so müssen Samen ausgebracht werden, wenn geerntet werden will. Und Samen, die aus Luft geschöpft werden, gibt es nicht.

Geld wird als Kredit aus dem Nichts geschaffen, und da es als Kredit, also als Schuld geschaffen wird, entstehen Verwerfungen, denn bei der Schaffung eines Kredites, werden die Zinsen, die für den Kredit gezahlt werden müssen nicht mit geschaffen. Diese fehlen im Gesamtsystem und können nur aufgebracht werden, wenn ein anderer Kreditnehmer pleite geht, oder ein neuer Kredit aufgenommen wird – eine endlose Spirale, die auf Dauer die Geldsumme krankhaft steigen lässt und den inneren Druck auf das Geldsystems erhöht.

Wir lesen in den Medien, das der Kapitalismus Wohlstand bringt und ein bisschen stimmt das wohl auch, er sorgt aber auf der anderen Seite für enorme Verwerfungen, die das gesamte System zum zerbersten bringen wird. Das System ist so angelegt, das Verwerfungen nur alle 70-100 Jahre vorkommen, so sind Menschen, die darüber berichten könnten aus biologischen Gründen nicht mehr existent. So müssen immer wieder die selben Fehler erleidet werden.

Doch wie berichten Medien darüber?

Ginge man nach den Medien, so scheint die Hochfinanz eine Art Naturerscheinung zu sein, die gleich einem Erdbeben für eruptive Spannungen sorgen kann und genau das stimmt eben nicht. Eine Krise in der Hochfinanz ist gesteuert, so war es in den 1920er, 30er, 70er, 2000er, 2008er Jahren. Sie erinnern sich vielleicht an den Hype an den Börsen, um 2000, als die neuen Medien am Horizont auftauchten und eine gigantische Blase bildeten, die um 2000 platzte und riesige Vermögen umverteilte.

Auch ich, getrieben von gieriger Euphorie verlor 20 Tsd Mark an der Börse. Jetzt im Nachhinein weiß man, das fast alle Prognosen zu positiv ausgelegt waren, die nach dem Platzen relativiert wurden und wie ein Kartenhaus zusammenstürzten. Man glaubte an die Zukunft der neuen Medien, baute ein Szenario auf, das man sterben ließ. So stand es im Drehbuch!

Die eigentliche Krise war 2008! Sie hat viel mit der Krise aus den 1920er Jahren gemein. Es geht um Korrekturbemühungen von Hochfinanz, die Banken über die Wupper gehen lässt, was leider, auf Grund von Verflechtungen, bis in die Realwirtschaft wirkt. Doch weil der große Reset nicht gedrückt werden kann, wird das System seitdem am Leben erhalten, was die Geldsumme in gigantische Höhen treibt und dadurch Negativzinsentwicklungen vorantreiben muss, da selbst Banken den Zinsdienst nicht mehr leisten können. So findet durch Inflation eine stille Enteignung statt. Am Horizont wird Kriegsszenario aufgebaut, was endlich den großen Reset einläuten soll. Dann kann Hochfinanz aufatmen – alles fährt gegen die Wand, um nach dem Krieg wieder von vorne zu starten.

Doch genau an dieser Stelle gilt es inne zu halten und sich zu fragen: „Will ich das?“ Will ich mein Leben, das Leben meiner Verwandten, meiner Freunde und Bekannten riskieren – und jeder Mensch besteht aus einem sozialen Verbund aus Familie und Freunde, da sind wir alle gleich. Wir alle haben Mütter, Väter, Kinder, Tanten, Onkel und Großeltern. Wir alle sind um diese besorgt und hoffen auf Ihr Bestes – wenn Du das Deinem Gegenüber zugestehst, kannst Du ihn doch nicht mehr als Feind sehen. Ausserdem bringt Krieg niemals Frieden, da er immer nur mehr Leid hervorbringt.

Frieden ist ein Pfad, der gemeinsam beschritten werden muss, nur dann kann auch ein Frieden entstehen, der bestand hat. Hand in Hand in Kooperation, denn Leben ist auf Kooperation angewiesen.

rubikon

humanitäre Kriege?

Frieden werden wir erst dann erhalten, wenn auch der letzte Feind vernichtet wurde!

von hector haller

…so schwadronieren die Medien.

Fast alle Kriege, der letzten 6 Jahrzehnte hatten kein UN Mandat, was soviel bedeutet, das sie völkerrechtswidrig durchgeführt wurden. Wozu dann eine UN, wenn sich sowieso keiner daran hält und Verstöße nicht geahndet werden! So müssten alle am Krieg beteiligten Personen vor dem internationalen Strafgerichtshof in den Haag gestellt werden. Wer die Legitimation der UN für einen Kriegseinsatz nicht hat, mordet!

Staaten ringen nach Legitimation für kriegerische Einsätze und sind sich zu nichts zu schade. Hier wird gelogen, dass es kaum auszuhalten ist. Ginge man nach den Lügen, z. B. Brutkastenlüge, etc., so findet Krieg lediglich aus humanitären Gründen statt.

Wir führen humanitäre Kriege – zwei Wörter, die eigentlich nicht in einem Satz auftauchen können. Wie tötet man humanitär? Das würde ich zu gerne mal von Frau von der Leyen erfahren. Ach ja, deswegen heißt es ja auch „humanitäre Einsätze!“

Die Waffenschmieden tuen ihr bestes, um Waffen zu bauen, die möglichst effizient töten, oder verletzen – hier ist der humanitäre Aspekt nicht sehr vordergründig – das Humanitäre muss dann wohl das Ziel sein, dass natürlich medial aufgebauscht wird.

Meist müssen Menschen in Ländern mit Rohstoffen vom jeweiligen Präsidenten, oder sonstigen Herrscher befreit werden. Dieser ist natürlich ein Diktator, ein kleiner Hitler und muss aus humanitären Erwägungen möglichst schnell getötet werden. Dieser wird im Vorfeld medial verurteilt, so dass auf Verhandlung gänzlich verzichtet werden kann und man gleich das Urteil vollstrecken darf!

Gaddafi wurde geschändet, gepfählt, aus reiner Humanität, das versteht sich natürlich von selbst. Der sog. Westen tut alles nur aus humanitären Gründen – er könnte garnicht mehr anders handeln, so tief ist das christliche Credo der Humanität in seine Seele gebrannt. Die westliche Wertegemeinschaft hat sich in den letzten 500 Jahren einen tadellosen Leumund erworben.

Die Naturvölker der Erde, wurden nur zu ihrem eigenen Besten vernichtet, sie hätten ein Leben unter der Knute westlicher Kolonialherrschaft sowieso nicht ausgehalten. Man muss immer den großen Plan im Blick behalten, um westliche Humanität zu verstehen.

Ein eingesperrter Panther, kann einen schon melancholisch stimmen – dann ihn doch Lieber töten, ausstopfen und ein Leben hinter Gittern ersparen. Was stellen sich diese Naturvölker auch an – meist haben sowie so kein Verständnis für wirtschaftliche Interessen – sie huldigen irgendein Baumwesen und benehmen sich wie Kinder, wenn man Ihnen die Lebensgrundlage vergiftet. Sie haben noch nicht verstanden, das wir einigen Naturvölkern natürlich gestatten zu Überleben, weil wir ja doppelzüngig Vielfalt huldigen, solange wir in Ruhe unser Dollarspiel frönen können.

Kriege werden inzwischen präventiv geführt und das in mehreren Ländern gleichzeitig. Die wahren Interessen sind kryptisiert, und Militärs schlagen wie Footballmanschaften zu – täuschen links, gehen rechts, hier wird geblockt und da Flanke offen gelassen und dann kommt der Pass doch in die Mitte. Touchdown. Als wäre alles Spiel.

Gemäß Haager Landkriegsordnung ist Kriegslist erlaubt, was die vielen Fakenews der westlichen Kriegspropaganda erklärt! Nur das im Krieg Menschen, Väter, Mütter und Kinder getötet werden.

Seit dem 2 Weltkrieg bis heute wurde über 20 Mio (offizielle Zahlen) Menschen in Kriegen getötet und das in vermeintlichen Friedenszeiten. Von daher kann man nicht von Friedenszeiten sprechen, nur weil in der westlichen Wertegemeinschaft kein Kriegstreiben herrscht – das ist in Hohen Maßen zynisch – und ginge es nach den Kriegsministern, der westlichen Wertegemeinschaft, die sich lieber Verteidigungsminister nennen, so bleibt als letzte Konsequenz nur übrig, alles zu töten, was einem Feind ist und wenn das gründlich genug durchgeführt wurde, dann kommt ein Frieden für die besser bewaffneten auf Erden. Halleluja. Recht hat der, der das ganze überlebt hat. Recht hat der, der über die bessere Bewaffnung verfügte und Willens war diese seelenloser einzusetzen als alle anderen. Frieden durch Krieg! Das soll mir mal jemand erklären, der davon etwas versteht!

Das sollte jedem in Europa nach zwei wütenden Weltkriegen klar sein, das Krieg niemals Frieden bringt. Am Ende allen Krieges herrscht Tod, Verzweiflung, Armut und Krankheit an Körper und Seele. Das hat mit Frieden erstmal nichts zu tun. Das sind die Endbilder eines Krieges. Aus dieser Verzweiflung kann Frieden erwachsen, als Folge des Verstehens, das Krieg niemals Option ist. Doch warum sollte man diesen Weg ein weiteres Mal so beschreiten, wenn ihn unsere Großväter und Väter so bitterlich gegangen waren!

Frieden erwächst aus Vertrauen, erwächst aus Verstehen, erwächst aus Liebe – ginge man danach, so verringerten man umgehend die Rüstungsausgaben, anstelle sie zu erhöhen und wir setzten uns für Verständigung ein und nicht für Spaltung. Wir förderten Kooperation, so dass Wohlstand gerecht verteilt werden würde – weil nur so ein Frieden auf Erden käme, der den Namen Frieden verdiente.

In Kooperation mit allen Menschen, in allen Ländern, egal was diese glaubten oder meinten, weil uns eins einte, ein Leben in Respekt und Liebe führen zu wollen.

Kunst auf Abwegen!

warum klärt Kunst nicht auf?

von hector haller

Mein letzter Theaterbesuch liegt schon einige Jahre zurück – die Physiker, von Dürrenmatt, glaub ich. Es handelt von der Verantwortung von Wissenschaft über das zu erforschende wissenschaftliche Gut – denn Wissenschaft kann missbraucht werden, haben wir gelernt – was sind wir naiv!!!

Aber was solls, wir kommen aus dem Land, das Kindheit heißt und wissen nicht mal, das wir nicht wissen! Und das ist natürlich auch okay – und wer wirklich wissen wollte und die Augen stets offen hält, dem werden sie irgendwann übergehen. Wahrheit wird geschickt hinter Lügen versteckt, doch hat man die Kniffe, der Lügen einigermaßen verstanden, so erkennt man die Bemühung und darf Wahrheit kosten – meist zwischen den Zeilen und sehr bitter!

Kunst war stets daran interessiert jegliches Lügengebäude zu Fall zu bringen.

Es war ihr innerster Wunsch, Menschen mündig werden zu lassen, damit Umstände sich verbesserten. So erkennen wir es aus Friedrichs Schillers Aussagen, das der Wunsch nach Verbesserung der Lebensumstände vieler, ein hehres Ziel war, oder sein sollte.

Doch was zeigt Kunst, was zeigt uns z.B. das Theater? Es zeigt Verrohung und zunächst hudilgte man den Mut zu solch klarer Kunde, doch nicht etwa als Folge falsch verstandener Ansichten, sondern weil es wohl so ist. Das Verrohung gewollt passiert, z.B., weil Herrschaft Verrohung benutzt, um rigidere Systeme aufzulegen, vermisst man gänzlich. Es wird so getan, als ob der Mensch so sei, wie Theater ihn zeigte. Doch wie kurz gedacht – und welch gewollte Fehlleistung.

Der Mensch ist des Menschen Wolf, oder sowas?

Es wird so getan, als ob Mensch die Umstände prägt und nicht die Umstände den Menschen. Theater zeigt hohle, kackende, gackernde Zombies, die wie absolute Hirnies, nach pornografischen Ergüssen wetteifern. Oh, wie kunstvoll. Es gibt keine Tabus mehr, weil Walking Dead und Co. diese schon lange gebrochen haben. Theater wird zur Marter und das scheint schon ein Qualitätsmerkmal zu sein.

Der Besuch des Theaters soll möglichst schmerzen verursachen. Das Buh, weil schlecht einfach schlecht bleibt, wird als Bestätigung, wider des besseren Wissen, für den richtigen Umgang des Themas abgetan. Applaus, oder Zustimmung anderer Natur, wird als Anbiedern, als arschleckendes Publikum, verpönt.

Jeder erhält das Theater, das er verdient!

Man sollte die Theaterregisseure verdreschen, oder zumindest vom Hof jagen, wenn solch abgestandenes Wasser zum Besten gegeben wird. Kackende, pissende, onarnierende Menschen sind doch nicht interessant, sondern eher die dahinterliegenden Prozesse, die es in einer Generation geschafft haben, solch Übel im Menschen zu wecken. Das braucht Vorbereitung!

Walking Dead braucht Evolution, an dessen Ende es egal ist, wer wen tötet, wenn bloss der Gute den Bösen tötet und wer die Bösen sind, wird an der Börse gehandelt.

Wir brauchen die moralische Legitimation zum Mord, der Rest geht von selbst. Und wenn wir zu den Guten gehören, ja, dann ist doch alles in Butter. Schuldig im Sinne der Anklage sind dann meist die anderen, die jenseits der westlichen Wertgemeinschaft, ihr Überleben leben.

Menschen, die im falschen Land geboren wurden, sind, na ja, dann doch irgendwie Terroristen und können ohne Gerichtsverhandlung, bloß aus Verdachtsmomenten algorithmisiert werden, was so viel bedeutet, das Sie demnächst zum Opfer fallen werden, wenn sie über die Straße gehen, um Gemüse einzukaufen, oder ihr Kind zur Schule bringen.

Es müsste doch so langsam auffallen, das immer nur die kleinen Fische gefangen werden – und das war schon immer so! Selbst nach dem zweiten Weltkrieg wurden die obersten Obernazis von Herrschaft in entsprechende Ämter assimiliert. Man benötigte eine funktionierende Kommandostruktur und wenn die oberen Nazis etwas konnten, dann gehorchen und funktionieren. Der Fisch stinkt immer vom Kopf an. So heißt ein Spruch, den wohl jeder kennt. Bedeutet, wenn man den Gestank wirklich loswerden wollte, der Kopf zu entfernen ist.

Wir brauchen neue Köpfe, um auch ein neues Denken zu etablieren und genau dieses neue Denken, sollte Kunst darstellen und nicht Ausscheidungen einer geschändeten Leiche.

Omegas – das harmonisierende Element in Rudeln und Kleingruppen.

von hector haller

Die Omegas!

Omegas kennt man aus der Verhaltensforschung von Wölfen und Hunden. Der sog. Omega nimmt die rangniedrigste Position im Rudel ein. Er ist es, der als letzter Futter erhält, hat allen gegenüber zu Kuschen und Aggressionen werden an ihm ausgelassen. Er steht immer an letzter Stelle. So sieht es vermeintlich von Aussen aus und so ist es auch.

Er gehört aber, und das ist nicht gleich ersichtlich, zu den wichtigsten Funktionen, innerhalb eines Rudels, da die Funktion des Omegawolfs sich harmonisierend auf das Rudel auswirkt. Die Art und Weise, wie mit dem Omega umgegangen wird, ist ein wichtiger Indikator über den Zustand des Rudels. Ist das Rudel satt, wird der Ton zum Omega milder. Der Omega ist ein Aussenseiter – darüber sind sich alle im Rudel einig und trotzdem ist er Teil des Rudels.

Wie ist es beim Menschen?

Zitat, Friedrich Schiller, 1793

„Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muß warm wohnen, und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll.“

Jeder hat einen Omega schon mal kennengelernt – sei es in der Schule, bei der Arbeit, im Studium, in der Ausbildung, oder sonstwo. Ein Mensch, der sofort mit Allen aneckt und sich ausserhalb einer Gruppe positioniert. Er kann äusserlich auffallen, kann unbeholfen wirken, vorlaut sein, oder frech, er hat diese Art, die aufregt. Es nicht so, das die Gruppe ihn sofort ausstößt – es ist auch der Omega, der sich ausserhalb positioniert – warum auch immer? Das scheinen kommunizierende Röhren zu sein. Die Menschen, um den Omega herum, verbünden sich gegen den Omega und sehen im Aufbegehren gegen ihn, ihren kleinsten gemeinsamen Nenner. Die Gruppe merkt nicht, das es der Omega war, der die Gruppe formiert hatte. So sieht es in kleinen Gruppen aus, doch wie wirkt das auf eine Gesellschaft.

Wer sind die Omegas in unserer Gesellschaft und wie geht Gesellschaft mit Ihnen um? Wer sind die Aussenseiter in einer geldbasierten Welt?

Man würde in unserer Gesellschaft niemals sagen, das der Omega Teil der Gesellschaft ist. Man betitelt sie eher als Ballast, Kostenfaktor, Schmarotzer, Pack, oder noch schlimmer. Sie haben auch keine Funktion, die für eine Gesellschaft wichtig wäre – am liebsten entfernte man sie chirurgisch. Auch hier lässt sich der Zustand einer Gesellschaft gut dahingehend auslesen, wie Gesellschaft mit ihren Omegas umgeht. Die Omegas werden medial so dargestellt, das jeder Nichtomega ein Heidenangst darüber bekommen soll, nicht in die Kaste der Omegas zu rutschen und inzwischen haben wir eine Menge davon – Hartz 4, prekär Beschäftigte, Obdachlosen, Minijobbern, Aufstockern, Rentnern, alleinerziehende Mütter, Väter, Menschen, die am Existenzminimum darben, Flüchtlinge, Auswanderer, etc..

Eine gerechte demokratische Gesellschaft müsste sich zur Aufgabe machen, diesen Umstand umgehend zu beseitigen, da er sich eben nicht harmonisierend auf eine Gesellschaft auswirkt, sondern diese aushöhlt, spaltet und zerstört.

Hier bitte ich Alle inne zu halten und sich darüber klar zu werden, das diese Umstände natürlich bekannt sind, aber nichts dagegen unternommen wird und das im reichsten Land Europas. Warum wohl?

Je undemokratischer eine Gesellschaft ist, desto eher müssen Aussenseiterpositionen bekämpft werden. Menschen werden zu Pack, zu Ratten, zu Menschen zweiter Klasse. Man erkennt den Realitätsverlust, wenn solch Äusserungen getätigt werden. Der Andersdenkende als Feind – so etwas kennen wir aus Diktaturen, aus Dystopien.

Was wir aber wissen, ist, das unsere Großeltern genau das im Dritten Reich miterlebt hatten, wie Aussenseiter, zunächst medial aufgebaut wurden, nur um sie dann zu bekämpfen und ausrotten zu können. Da wurden Menschen ebenfalls als Ratten, als Pack bezeichnet. Das sollte einen zu denken geben, wenn Politiker, oder Medienvertreter, heute wieder zu solch Ausdrücken greifen.

Dabei sind die Omegas von wichtiger Bedeutung, da Aggressionen, die gegen sie gerichtet werden, wichtige Indikatoren dafür sind, in welcher Verfassung Gesellschaft sich befindet und wohin die Reise gehen wird.

Wohin die Reisen gehen wird, entscheiden in letzter Konsequenz wir Menschen. Das ist so! Natürlich weiß ich auch, das Politik nichts daran ändern will – Politik ist lediglich an der Festigung der eigenen Strukturen interessiert und muss endlich in ihre Schranken verwiesen werden, lediglich Beiträge zur politischen Willensbildung beizutragen, denn zu mehr, haben sie gemäß unseres Grundgesetzes, keinen Auftrag.

Alles ist Geist, was soviel bedeutet, das alles Geist entspringt. Wenn Du dir vorstellen kannst, ein Fluggerät zu bauen, dann wirst du das auch schaffen und wenn Du dir vorstellen kannst, in einer gerechteren Welt zu leben, dann wird die Welt gerechter werden – es kommt nicht von ungefähr, das in allen Medien nur noch Negativberichte gemeldet werden, weil sie so einen Fuß in der Tür zu deinem Geist haben und wenn Du Ihnen glaubst, das die Welt schlechter und schlechter werden wird, dann haben Sie ihre Energie für diese Welt von dir erhalten.

Die Lösungssätze sind so einfach. „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin! „Jetzt drehen wir den Satz um, um nicht aus einer Negation zu starten. „Es ist Frieden und jeder ist da!“

Also, lasst uns da sein!

Utopie vs Dystopie

…,oder willst du dir eingestehen keine Phantasie zu haben?

von hector haller

Utopie

Utopie! Viele Menschen halten Utopie für realitätsfernes Gebrabbel, so als wäre alles nur Hirngespinst – doch Utopien sind es, die uns in bessere Welten aufbrechen lassen. Jedes Lebewesen, von Amöbe bis Mensch versucht immer in eine bessere Welt zu gelangen und seien die Verbesserungen auch noch so klein – so ist es in uns angelegt. In uns wirkt der Wunsch, wie ein Sog, nach Verbesserung unserer Lebensumstände. Diese Triebfeder ist unerschütterlich und lässt alle Dystopie, Diktaturen, Imperien auf lange Sicht scheitern. Das ist hoffnungsvoll!

Kaum stellt man sich eine bessere Welt vor und teilte diese mit, wird man als Phantast, oder Spinner hingestellt – die Politik sieht sich unfähig Utopien als gesellschaftliche Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, meist mit dem Argument, „und, wie soll das bezahlt werden?“ „Utopie vs Dystopie“ weiterlesen

Söldner – Soldat – Sold – Geld

Ursprünge des Geldsystems

von hector haller

Reisen wir zurück in die Vergangenheit, zu den römischen Herrschern, von Stunde 0 bis 250 nChr.. Rom war zur der Zeit das vorherrschende Imperium in der bekannten Welt. Seine Macht reichte von Mittel-Germanien bis Nordafrika, von Portugal, Britannica, bis einschl. der Länder im mittleren Osten. Die Länder wurden in Protektorate aufgeteilt, denen ein römischer Führer vorstand, sowie einheimische Profiteure im Verwaltungsapparat des besetzten Landes. Die Protektorate wurden mittels Söldner geschützt, die für das Imperium tätig waren. „Söldner – Soldat – Sold – Geld“ weiterlesen

Die machiavellistische Graswurzelbewegung

Wie man gezielt in die Meinungszange genommen wird

von hector haller

In den letzten Tagen haben ich einige Artikel, um das Geschehen, der Karlspreis Verleihung im Babylon Kino Berlin, herum, gelesen. Zunächst brannte in mir Wut hoch, da ich die Anschuldigungen, des Berliner Kultursenators  als unangebracht und zutiefst undemokratisch empfand. Ein Kultursenator sollte sein Amt nicht dafür einsetzen eine Verleihung einfach nur zu verhindern, sondern sollte sein Amt und vielleicht sein Wissen dafür einsetzen, im Diskurs kritisch zu argumentieren, wenn er der Ansicht ist, der Preisträger wäre hier fehl am Platze. Alles andere, hat in meinen Augen, ein unangenehmes und herrschaftliches Geschmäckle. „Die machiavellistische Graswurzelbewegung“ weiterlesen

Das Eliten-Volk-Dilemma

Das Volk? – Untertanen 2.0

von hector haller

Wenn man sich über das Elite-Volk-Dilemma Gedanken macht, so kommt man schnell zum Schluss, das eine selbsternannte Elite, ein Volk benötigt, um sich überhaupt als Elite absetzen zu können, hingegen aber ein Volk nicht zwingend eine Elite. Ein Herrscher herrscht nur solange, wie es Beherrschte gibt. Man könnte sagen, na, dann ist doch alles in Butter. Wenn es so einfach ist, so schmeißen wir die Eliten doch einfach hinaus. In letzter Konsequenz wird das natürlich auch geschehen, doch bis dahin wird noch viel Wasser die Elbe hinunterfließen. „Das Eliten-Volk-Dilemma“ weiterlesen

Kritik!

Warum die Mainstreampresse attackiert.

von hector haller

Niemand wird gerne kritisiert, oder verbessert – am liebsten man verbannte den sog. Klugscheisseralarm! Natürlich ist Kritik nicht gleich Kritik und ein Jeder beteuerte, das, wenn Kritik nur respektvoll vorgetragen werden würde, man diese akzeptierte – doch innerlich kotzt ein jeder. Kritik wird nicht gemocht. Keine Ahnung, warum das so ist, da der Umstand, das man etwas verbessern könnte, sich positiv und lebensnotwendig auf uns auswirkt. Kritik ist wichtig für uns! „Kritik!“ weiterlesen

nudging – Die Entwusstung der Gesellschaft!

Herrschaftstool für die „Schöne neue Welt“

Verfasser hector haller

Wikipedia. Nudge (engl. für Stups oder Schubs, Plural: nudges) ist ein Begriff der Verhaltensökonomik, der maßgeblich durch den Wirtschaftswissenschaftler Richard Thaler und den Rechtswissenschaftler Cass Sunstein und deren Buch Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness (2008, dt: Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt) geprägt wurde: Unter einem Nudge verstehen die Autoren eine Methode, das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen, ohne dabei auf Verbote und Gebote zurückgreifen oder ökonomische Anreize verändern zu müssen.

Nudging

Wussten Sie, das sie genudged werden, wenn Sie ihre vier Wände verlassen und, z.B., in den Bus steigen und Sätze lesen müssen, wie, „gute Fahrgäste steigen vorne ein!“ Oder, wenn sie den Fernsehapparat einschalten, um in der Serie ihrer Wahl Verhaltensregeln gezeigt bekommen, die von ihren Lieblingsschauspielern dargeboten werden. Wo oft das Bild der guten westlichen Demokratie über alles andere gestellt wird, und wer wäre nicht gerne, wie George Clooney, Brad Pitt, Angelina Julie & Co. Die Botschaften sind simpel und dringen mittels Alphazustand des TV Konsums bis in die hintersten Ecken des Bewusstseins. Hier schlummern sie emotional verknüpft, bis ähnliche Situationen in der Realität auf Resonanz treffen. Et voila! Nudging – man wird regelrecht in die richtige Richtung geschubst – doch wer schubst einen wohin? „nudging – Die Entwusstung der Gesellschaft!“ weiterlesen