Die machiavellistische Graswurzelbewegung

Wie man gezielt in die Meinungszange genommen wird

von hector haller

In den letzten Tagen haben ich einige Artikel, um das Geschehen, der Karlspreis Verleihung im Babylon Kino Berlin, herum, gelesen. Zunächst brannte in mir Wut hoch, da ich die Anschuldigungen, des Berliner Kultursenators  als unangebracht und zutiefst undemokratisch empfand. Ein Kultursenator sollte sein Amt nicht dafür einsetzen eine Verleihung einfach nur zu verhindern, sondern sollte sein Amt und vielleicht sein Wissen dafür einsetzen, im Diskurs kritisch zu argumentieren, wenn er der Ansicht ist, der Preisträger wäre hier fehl am Platze. Alles andere, hat in meinen Augen, ein unangenehmes und herrschaftliches Geschmäckle. „Die machiavellistische Graswurzelbewegung“ weiterlesen

Das Eliten-Volk-Dilemma

Das Volk? – Untertanen 2.0

von hector haller

Wenn man sich über das Elite-Volk-Dilemma Gedanken macht, so kommt man schnell zum Schluss, das eine selbsternannte Elite, ein Volk benötigt, um sich überhaupt als Elite absetzen zu können, hingegen aber ein Volk nicht zwingend eine Elite. Ein Herrscher herrscht nur solange, wie es Beherrschte gibt. Man könnte sagen, na, dann ist doch alles in Butter. Wenn es so einfach ist, so schmeißen wir die Eliten doch einfach hinaus. In letzter Konsequenz wird das natürlich auch geschehen, doch bis dahin wird noch viel Wasser die Elbe hinunterfließen. „Das Eliten-Volk-Dilemma“ weiterlesen

Aladdin – struktureller Herrscher der Welt

Algorithmen auf Siegeszug

von hector haller

Wer kennt Aladdin?

Viele assoziierten umgehend das Märchen von Aladdin und der Wunderlampe und zum Teil hätten sie Recht damit. Es handelt sich in der Tat, um eine Art Wunderlampe! Aladdin ist ein Cluster von ca. 6000 Großrechnern, dessen Aufgabe Risikoabwägungen auf Finanzmärkten und Finanzströmungen sind – natürlich unter der Prämisse größtmöglicher Gewinnmaximierung. Wer wirklich wissen will, wer die Welt beherrscht, dann dieses Cluster, dessen emsige Helfer, zu den besten Wissenschaftlern der Welt gehören. Chemiker, Physiker, Biologen, die nie jemals einer zu Gesicht bekommen wird, da sie nicht im Dienste der Menschheit tätig sind, sondern für die größten und mächtigsten Kapitalsammelbecken, wie BlackRock, State Street, Vangourd, etc.. Diese sog. Investmentfirmen werden so stark abgeschirmt, das es unmöglich ist, die Eigentümer in Erfahrung zu bringen. Bohrt man tiefer, so erfährt man lediglich, das Investmentfirmen Investmentfirmen gehören, die wiederum Investmentfirmen gehören, usw. „Aladdin – struktureller Herrscher der Welt“ weiterlesen

Der freie Markt!

These einer großen Illusion.

Verfasser hector haller

War der „Markt“ jemals frei? Man wird doch täglich daran erinnert, das der Markt, wenn er denn frei wäre, sich selbst und zum Besseren für alle, regulieren würde. Die Wirtschaftswissenschaften bestätigen diese Aussage und fordern, das der Staat sich aus dem freien Markt heraushalten solle, doch wer mischt sich ständig ein? Die Rufe, das der freie Markt letztendlich allen nutzt, soll eher darauf abzielen, das auch noch das letzte Volksvermögen privatisiert werden soll! „Der freie Markt!“ weiterlesen

Das bestellte Universum und das Ich-Konzept

Wer bin ich? Was soll ich? Was tue ich? Was darf ich? Was…

Man könnte noch weitere Fragen mit „Ich“ stellen. Solange Du Dich für etwas hältst, also, für die Summe von Teilen, begrenzt Du Dich und blendest alles das aus, was Du glaubst nicht zu sein. Wobei die Frage, wer Du überhaupt sein sollst im Raum steht. Wer soll man denn eigentlich sein? Viele Menschen spüren, das die Frage nur unzulänglich beantwortet werden kann und fühlen sich schlecht damit, fühlen sich unbewusst, meilenweit entfernt von vermeintlicher Erkenntnis, oder schlimmer ausgedrückt, Erleuchtung. „Das bestellte Universum und das Ich-Konzept“ weiterlesen

Kritik!

Warum die Mainstreampresse attackiert.

von hector haller

Niemand wird gerne kritisiert, oder verbessert – am liebsten man verbannte den sog. Klugscheisseralarm! Natürlich ist Kritik nicht gleich Kritik und ein Jeder beteuerte, das, wenn Kritik nur respektvoll vorgetragen werden würde, man diese akzeptierte – doch innerlich kotzt ein jeder. Kritik wird nicht gemocht. Keine Ahnung, warum das so ist, da der Umstand, das man etwas verbessern könnte, sich positiv und lebensnotwendig auf uns auswirkt. Kritik ist wichtig für uns! „Kritik!“ weiterlesen

nudging – Die Entwusstung der Gesellschaft!

Herrschaftstool für die „Schöne neue Welt“

Verfasser hector haller

Wikipedia. Nudge (engl. für Stups oder Schubs, Plural: nudges) ist ein Begriff der Verhaltensökonomik, der maßgeblich durch den Wirtschaftswissenschaftler Richard Thaler und den Rechtswissenschaftler Cass Sunstein und deren Buch Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness (2008, dt: Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt) geprägt wurde: Unter einem Nudge verstehen die Autoren eine Methode, das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise zu beeinflussen, ohne dabei auf Verbote und Gebote zurückgreifen oder ökonomische Anreize verändern zu müssen.

Nudging

Wussten Sie, das sie genudged werden, wenn Sie ihre vier Wände verlassen und, z.B., in den Bus steigen und Sätze lesen müssen, wie, „gute Fahrgäste steigen vorne ein!“ Oder, wenn sie den Fernsehapparat einschalten, um in der Serie ihrer Wahl Verhaltensregeln gezeigt bekommen, die von ihren Lieblingsschauspielern dargeboten werden. Wo oft das Bild der guten westlichen Demokratie über alles andere gestellt wird, und wer wäre nicht gerne, wie George Clooney, Brad Pitt, Angelina Julie & Co. Die Botschaften sind simpel und dringen mittels Alphazustand des TV Konsums bis in die hintersten Ecken des Bewusstseins. Hier schlummern sie emotional verknüpft, bis ähnliche Situationen in der Realität auf Resonanz treffen. Et voila! Nudging – man wird regelrecht in die richtige Richtung geschubst – doch wer schubst einen wohin? „nudging – Die Entwusstung der Gesellschaft!“ weiterlesen

Denunziation – digitale Blockwarte – Wikipedia, Psiram & co.

Verfasser hector haller

In diesem Zusammenhang empfehlen wir die Ausarbeitung „Denunziation im Dritten Reich – Die Bedeutung von Systemunterstützung und Gelegenheitsstrukturen“, von Karl-Heinz Reuband∗

Folgt man den Ausführungen von Herrn Reuband ist das Mittel der Denunziation ideologisch, moralisch begründet, folgt aber einem hohen Maß an Eigennutz. Das führte dazu, das die Gestapo im dritten Reich, zum einen die freiwillige Arbeit der Denunzianten begrüßte, da diese das System unterstützte, sie aber auf der anderen Seite verwerflich fand, weil denunzieren, als schwach und link angesehen wurde. Die Gestapo wäre um ein vielfaches ineffektiver gewesen, wenn es keine Denunzianten aus eigenen Reihen gegeben hätte. Denunzianten vertraten auf freiwilliger Basis die Ideologie des dritten Reiches, des vorherrschenden politischen Systems.

Wie sieht es Heute aus? „Denunziation – digitale Blockwarte – Wikipedia, Psiram & co.“ weiterlesen

Der freie Markt, Konsum auf Pump ohne Konsequenz!

Verfasser Èctor des Azevedo

In einer perfekten Welt, in der all jene, die produzierten, lediglich das Allgemeinwohl im Auge hätten, wäre der libertäre Gedanke absolut folgerichtig. Doch von dieser Welt sind wir noch weit entfernt. Alle Produzierenden haben nicht das Allgemeinwohl im Sinne, sondern lediglich eigene Kapitalinteressen, wobei immer wieder behauptet wird, dass durch den sog. „Trickle Down Effekt“, der sich einstellt, wenn es denen da „oben“ besserginge, sodass Wohlstand, auch an die da „unten“ fiele. Weit gefehlt! „Der freie Markt, Konsum auf Pump ohne Konsequenz!“ weiterlesen

Das Märchen vom Angebot und Nachfrage und dem unsäglichen Preis!

Verfasser Éctor de Azevedo

Angebot und Nachfrage

Wer kennt nicht die Lehrsätze: von „Angebot und Nachfrage und der Findung des Preises!“, der bedeutet, das der Preis steigt, wenn die Nachfrage das Angebot überstiegen hat!

Ist das logisch? Fragte man einen VWLer, oder einen BWLer, dann antwortete dieser selbstbewusst mit JA! Da dies ein Grundsatz ist, der genau so an den Hochschulen gelehrt wird. Der Preis wird demnach aus der Verknappung, oder aus einem Überfluss generiert. Ist das eine logische Gesetzmäßigkeit, oder vielmehr eine Regel, auf die man sich mehr oder weniger geeinigt hat? Man hätte auch die Gesetzmäßigkeit bestimmen können, das, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, das das Angebot angepasst wird. Das wäre zumindest logischer, da damit die Gruppe von Menschen bedacht worden wäre, die einen höheren Preis hätte zahlen können, wenn es das Angebot gäbe – doch in der Theorie gibt es dieses Angebot nicht, da ja lediglich der Preis steigt. „Das Märchen vom Angebot und Nachfrage und dem unsäglichen Preis!“ weiterlesen